Code of
Good
Practice

Digitalisierungsprojekte gemeinwohlorientierter Organisationen werden häufig von externen Berater:innen und Coaches begleitet. Inhalt ihrer gemeinsamen Arbeit sind nicht nur Tools und Techniken, sondern auch die Diskussion über Haltungen und digitalisierungsfreundliche Rahmenbedingungen.

 

Eine Gruppe von Organisationen aus dem Umfeld der Digitalisierungsberatung hat sich 2021 dazu ausgetauscht, welche Bedingungen zum Gelingen solcher Beratungs- und Coachingprozesse beitragen können. Ergebnis dieses von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, dem Dachverband der Kulturfördervereine und Heldenrat initiierten Austauschs ist eine Sammlung von Empfehlungen für gute Beratung und Coaching: der „Code of Good Practice zu Digitalisierungsberatung/-coaching für gemeinwohlorientierte Organisationen“.

 

Mit diesem Code of Good Practice geben wir den Organisationen eine Hilfe für die Zusammenarbeit mit Berater:innen und Coaches an die Hand. Sie können davon ausgehen, dass diesem Code verbundene Berater:innen und Coaches die darin beschriebenen Haltungen teilen. Er kann auch als Vereinbarung zwischen beiden Seiten über die Grundsätze des Beratungs- und Coachingprojektes dienen.

 

Wir freuen uns über weitere Organisationen und besonders auch Berater:innen und Coaches, die sich auf unserer Website der in dem Code formulierten Haltung anschließen

Code of Good Practice zu Digitalisierungsberatung/-coaching für gemeinwohlorientierte Organisationen

Gemeinwohlorientierung

Wir unterstützen gemeinwohlorientierte Organisationen bei einer werteorientierten, ethisch verantwortungsvollen Digitalisierung mit klarem Nutzen für die Organisationen und ihre Zielgruppen. Digitalisierung sehen wir nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zur besseren Erreichung gemeinwohlorientierter Ziele.

Bei Digitalisierung geht es uns nicht nur um Tools, sondern auch um zu Grunde liegende Haltungen. Sie ist geleitet von Teilhabe und Kollaboration, von Transparenz und (Selbst)Verantwortung sowie von der Orientierung an Mensch und Umwelt.

Augenhöhe

Wir sind uns der besonderen Bedarfslagen und Ziele gemeinwohlorientierter Organisationen bewusst. Wir unterstützen sie niedrigschwellig, teilhabe- und wirkungsorientiert. Wir begegnen den Organisationen auf Augenhöhe und mit dem Ziel von wechselseitiger Befähigung und Lernen.

Bedarfsorientierung

Unsere gemeinsame Arbeit basiert auf einem zuvor geklärten Verständnis von Digitalisierung im jeweiligen Organisationskontext und klar definierten und realistischen Projektzielen. Nicht wir geben die Ziele und Möglichkeiten vor, sondern die Organisationen.

Partizipative Prozessgestaltung

Wir entwickeln Beratungs- und Coachingsprozesse gemeinsam mit den Organisationen. Die zur Verfügung stehenden zeitlichen und finanziellen Ressourcen, der jeweilige digitale Reifegrad und digitale Kompetenzen, die tatsächlichen Bedarfe und mögliche Wechselwirkungen des Beratungsprojektes mit den Prozessen und Zielen der Organisation spielen besonders in der Auftragsklärung eine herausragende Rolle. Der gemeinsame Prozess ist auch immer ein fragiles System, dessen Entwicklungen wir sorgfältig im Blick behalten.

Komplementärberatung

Um den Bedürfnissen gemeinwohlorientierter Organisationen gerecht zu werden, bieten wir in unserer Arbeit strategische und operative Kompetenzen und setzen sowohl methodische Prozessbegleitung als auch technologische Fachberatung ein. Der Klärung der notwendigen Form der Unterstützung im Vorfeld räumen wir besonderes Gewicht ein.

Gemeinsames Lernen

Im Verlauf der Zusammenarbeit überprüfen wir gemeinsam mit unserem:er Auftraggeber:in regelmäßig Lernerfolge, Ziele, Inhalte und Methoden. Anpassungen nehmen wir pragmatisch vor, statt an Projektplänen festzuhalten. Wir unterstützen Fehlerfreundlichkeit und gemeinsames Lernen. In diesem Sinne verstehen wir unsere:n Auftraggeber:in auch als Kooperationspartner:in auf gemeinsamem Weg.

Change Management

In unseren Beratungs- und Coachingprojekten haben wir ein gelingendes Change Management im Blick. Wir gewährleisten aktive Kommunikation, Qualifikation und eine partizipative Gestaltung der Projekte mit allen relevanten Stakeholdern. Wir sichern so eine möglichst hohe Akzeptanz und Nachhaltigkeit der Digitalisierungsvorhaben.

Wissenstransfer

Wir wirken in unserer Arbeit auf Wissensaustausch zwischen gemeinwohlorientierten Organisationen hin. Peer2Peer-Learning und -Coaching, sektorübergreifende Zusammenarbeit und geteilte Ressourcen (shared ressources) stellen für uns wichtige Erfolgsfaktoren für die gemeinsame Bewältigung von Digitalisierungsherausforderungen im zivilgesellschaftlichen Bereich dar. Wir glauben an die Möglichkeit von Skalierung erfolgreicher Lösungen und gegenseitige Unterstützung in Transformationsprozessen.

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